Aktuelle Sonderausstellung

Weihnachten in Grimma und im Muldental

1.12.2019 bis 9.2.2020

Am 1. Adventssonntag eröffnet das Kreismuseum Grimma um 15.00 Uhr seine diesjährige Weihnachtsausstellung.
Wie feierte man früher in der Familie das Weihnachtsfest? Welche Speisen kamen auf den Tisch? Wann wurde der Stollen angeschnitten? Was bekamen die Kinder und Erwachsenen geschenkt? Diesen Fragen versuchte das Museumsteam nachzugehen.

Einige Grimmaer sind dem Aufruf des Museums gefolgt und haben ihre Feste von der Vorbereitung bis zum Weihnachtsabend beschrieben. So erzählt Claus Schimmel über seine Erlebnisse zum Weihnachtsfest der Nachkriegsjahre.
Bei der Familie Pippig war ein Weihnachtsfest ohne Besuch bei den Großeltern nicht denkbar, denn diese warteten schon immer auf die Kinder. Aber lesen Sie selbst!



Plakat der Ausstellung
Plakat der Ausstellung

Als ich noch klein war - Weihnachten in Grimma

Die Weihnachtszeit war schon immer eine ganz besondere Zeit. Mutter hat den Adventskranz gebunden und der wurde am 1. Advent an der Decke aufgehängt und die erste Kerze angezündet. Dann jeden Sonntag eine weitere mehr. Die Pyramide wurde aufgestellt. Es war ein Tannenbaum, unter dem ein Schäfer und drei Schafe immer ihre Runden drehten. Es war die einzige, die wir hatten und ich habe sie so geliebt. Die Kerzen waren dicke Haushaltskerzen und für die Pyramide viel zu groß, aber andere gab es nicht und so wurden sie zurecht gemacht. Die Krippe war schon an einigen Stellen zusammengeklebt, denn sie stand schon seit vielen Jahren zur Weihnachtszeit in der Stube.

Wenn es auf Weihnachten zuging wurde der Stollen gebacken. In einer riesigen Schüssel wurde der Teig angesetzt. Rosinen und allerlei gute Zutaten wurden aus dem Westpaket entnommen. Wenn der Teig fertig war, wurde er warm eingepackt - denn draußen war es schon recht kalt - und zum Bäcker gefahren. Es waren immer zwei Schüsseln. Eine war von der Mutter und die andere von der Tante. Beim Bäcker wurden die Stollen dann mit Holzstäbchen markiert, denn sie durften nicht durcheinander kommen. Jede hatte ihr eigenes Rezept und jede wollte auch den besten Stollen haben. Später hatten wir dann Aluminiumschilder mit eingestanzten Namen. Der Rücktransport der Stollen musste sehr sorgfältig verlaufen. Große Bretter wurden mitgenommen, die Stollen sorgfältig aufgelegt, denn keiner durfte brechen und keiner durfte herunter fallen. Mit dem Handwagen ging es dann zurück. Zu Hause angekommen, wurden die Stollen dann mit Butter bestrichen und mit Puderzucker bestreut, dann kamen sie in die Bodenkammer in sichere Verwahrung. Es waren immer so 10 bis 12 Stollen. Erst am 24. Dezember wurde dann der erste angeschnitten. Welch ein Ereignis. Dann konnten wir sehen, ob der Stollen gelungen war. Der von Mutter war immer gelungen. Danach wurde auch der Stollen von der Tante probiert. Der war meist etwas trockener. Sie war halt sparsamer.

Heute ist das anders. Da geht man einfach zum Bäcker und kauft einen Stollen, geht nach Hause und isst ihn auf. Wie langweilig. Im Supermarkt gibt es die ersten Stollen schon im September. Was für einen Schatz haben die modernen Menschen verloren.

 

Das kleine Glöckchen ertönt

Wenn es kurz vor dem Heiligen Abend war, taten sich in der Stube seltsame Dinge und wir Kinder durften nicht mehr hinein. Den ganzen Tag mussten wir in der Küche bleiben. Meine großen Schwestern versuchten dann durch das Schlüsselloch etwas zu erspähen, aber auch das war dann plötzlich verstopft. Irgendwann musste ich außerdem mal schlafen gehen und die Schlafstube war hinter der Stube. Es ging kein anderer Weg dorthin als durch die Stube. Also kam Mutter mit einem großen Handtuch, das stülpte sie mir über den Kopf und dann wurde ich durch die geheimnisvolle Stube geführt. Am nächsten Morgen auf die gleiche Weise wieder zurück. Der Tag verging nur ganz langsam und schien nie aufzuhören. Ab und zu kamen mal ein paar Geräusche aus der Stube. Ah, die Eisenbahn fährt schon ratternd über die Gleise. Das ließ Gutes hoffen. Am Nachmittag ging es zur Kirche. Dann noch Abendessen und endlich war es soweit. Vater und Mutter verschwanden in der Stube. Dann ertönte ein kleines Glöckchen, die Tür öffnete sich und Mutter stand mit dem Glöckchen an der Tür. Meine beiden Schwestern liefen gleich zu ihren Puppenstuben. Jede wusste, welche die ihre ist, denn es waren ja immer dieselben. Aber die interessierten mich nicht so sehr. Vater saß schon auf dem Fußboden und drehte am Transformator und die alte Eisenbahn drehte ihre Runden. Mit der Bahn hatte schon mein Vater als Kind gespielt. Im Kreis jede Menge kleine einfache Holzhäuser, eine Kirche, ein Rathaus, ein Bauernhof. Die hatte ein Onkel aus Leipzig, ein Tischler, selber gebastelt. Die waren für die große Bahn viel zu klein, aber das spielte keine Rolle. Der Bahnhof war eine Fußbank, eine Hitsche, die mein Vater mit bemalter Pappen umklebt hatte. Später schnitzte der bekannte Grimmaer Schnitzer Otto Matthes einen richtigen Bahnhof für uns.

Um den Transformator hatte mein Vater ein kleines Holzhaus gebaut, mit rotem Dach. Am Haus war mit blauer Schrift darauf geschrieben: „Umspannwerk Walchensee“. Ich wusste nicht wo Walchensee liegt, aber es muss etwas ganz Besonderes gewesen sein, wovon mein Vater geträumt hat und was er sich in seine Stube holen wollte.

 

Weihnachten in Familie

Wie jedes Jahr wurde dann auch ein Foto vor dem Weihnachtsbaum gemacht. Nachdem wir lange genug gespielt hatten, sagte mein Vater, jetzt gehen wir mal zum Opa.

Dort wartete man schon auf uns und besonders auf die Kinder. Der Weihnachtsbaum war geschmückt. Oma hatte Kekse gebacken. Einige hingen am Baum. Opa saß auf dem großen Sofa und auf einem kleinen Tisch stand seine große Pyramide. Die war sein ganzer Stolz. Opa war im Gebirge aufgewachsen und mit der erzgebirgischen Tradition eng verwurzelt.

Als wir kamen, wurden die Kerzen angezündet, die Pyramide drehte sich. Unten drehten sich die drei Könige auf ihren Kamelen, darüber eine Gruppe Bergmänner, auf dem dritten Teller der Schäfer mit seinen vielen Schafen. Und ganz oben waren die Engel. Das war so schön. Opa war schon alt und es ging ihm nicht mehr so gut, aber wenn die Pyramide sich drehte, waren alle seine Sorgen vergessen und Opas Augen fingen an zu leuchten. Ein alter Mann war sehr glücklich.

Aber Kerzen waren kostbar, sie mussten lange ausreichen. So 10 bis 15 Minuten durften sie brennen, dann wurden sie ausgelöscht. Erst wenn wir wieder alle zusammen waren, durften die Kerzen wieder ein Stück weiter brennen. Als Großvater nicht mehr da war, habe dann ich die Kerzen anzünden dürfen.

Die Pyramide dreht sich noch heute. Sie hat bestimmt schon ihren 100. Geburtstag hinter sich, aber sie sieht noch genauso schön aus wie damals. Wenn sie sich heute dreht, dann kann ich noch immer die leuchtenden Augen meines Großvaters sehen. Manchmal denke ich, er würde noch immer in der Stube sitzen und sich über seine Pyramide freuen.

Manchmal kam auch zu uns der richtige Weihnachtsmann. Er sah so aus als ob er wirklich gerade aus dem Wald gekommen wäre. Eine riesige Mütze, weißer Bart, langer brauner Mantel und riesige Filzstiefel mit einer dicken Holzsohle. Die donnerten mächtig, wenn er die Treppe hoch kam. Was er mitgebracht hat, weiß ich nicht mehr. Vielleicht ein paar Äpfel oder Fondants (Figuren aus Zuckermasse). Viele Jahre später habe ich die gewaltigen Stiefel bei uns auf dem Boden entdeckt. Und nochmal viele Jahre später bin dann auch ich zu vielen Kindern mit den großen Stiefeln gegangen und die Treppe hochgepoltert. Heute laufen Weihnachtsmänner zu hunderten mit hässlichen industriell gefertigten roten Uniformen umher, fernab jeder Romantik.

 

Das schönste Weihnachtsgeschenk

In einem anderen Jahr. Es war wieder Weihnachten. Die Schaufenster waren weihnachtlich geschmückt. In einem Schaufenster in der Langen Straße war eine wunderschöne Kirche aus Pappe ausgestellt. Ich glaube, es war bei Fräulein Vorholz. Genau weiß ich das nicht mehr. Die war so schön. Immer wenn ich mit Mutter einkaufen war, mussten wir stehenbleiben und die wunderschöne Kirche ansehen. Tief verschneit, mit spitzem Turm und einem Glöckchen. Doch dann auf einmal war sie weg. Ich war so traurig. Dann kam der Heilige Abend. Alles war wieder so wie jedes Jahr. Die Bescherung war da, die Eisenbahn fuhr wieder und die Welt war in Ordnung und die Kirche vergessen. Am Abend ging es dann zum Opa. Oma war inzwischen verstorben. Wieder war der Weihnachtsbaum geschmückt. Opa saß auf dem Sofa und auf dem Tisch stand die wunderschöne Kirche. Ich habe nichts anderes mehr gesehen. Ich glaube, meine Augen haben mit den leuchtenden Augen meines Großvaters um die Wette gestrahlt. Und dann durfte ich diese Kirche auch mit nach Hause tragen.

Und gleich bekam sie einen Platz an der Eisenbahn. Die Kirche wurde jedes Jahr wieder aufgebaut, bis heute und sie ist noch immer so schön wie damals. Schon zeitig habe ich gelernt mit Strom umzugehen und so bekam die Kirche auch Licht von innen und im Turm.
Auch in diesem Jahr fährt die alte Eisenbahn um die verschneite Kirche so wie vor 70 Jahren. Ein Stück Jugend. Wie schön ist es, alt zu werden und trotzdem ein Kind zu bleiben.

Manfred Pippig



Weihnachten bei Familie Pippig
Weihnachten bei Familie Pippig
Weihnachten bei Familie Pippig
Weihnachten bei Familie Pippig
Weihnachten bei Familie Pippig
Weihnachten bei Familie Pippig
Weihnachten bei Familie Pippig

Weihnachten nach dem Zweiten Weltkrieg

Sie beginnt wieder, die schönste Zeit des Jahres - Weihnachten mit der Stollenbäckerei

Stollen backen verlangte damals Improvisationstalent. Die ersten Vorbereitungen begannen im Sommer. Beinahe täglich kontrollierte meine Mutter das Regal mit den Backzutaten in unserem Lebensmittelladen, und trug jedes verfügbare Päckchen Zitronat mit nach Hause. Gab es Rosinen, wurden auf jeden Fall welche gekauft, denn man wusste ja nicht, wann es wieder welche geben würde.

Oma und Mutter wussten sich mit den fehlenden Zutaten zu helfen. Die Ersatzlösung war, Zuckerrüben in kleine Würfel schneiden, im eigenen Saft weich kochen, trocknen. Wir Kinder hatten auch den Auftrag Pflaumenkerne auf dem Schuh-Dreibock aufzuschlagen und die Kerne als Mandeln zu gewinnen. Zitronat wurde aus grünen Tomaten hergestellt und die Stückchen in Zucker eingelegt.

Meine Lieblingsarbeit war Rosinen auslesen. Zwar musste ich dabei pfeifen, doch mit einiger Übung gelang es mir, die Rosinen einzeln zwischen die gespitzten Lippen zu schieben und unter der Zunge zu verstecken. Ganz langsam breitete sich der süße Geschmack in meinem Mund aus.

Vorsorglich hatte die Mutter schon Monate zuvor von den Bezugscheinen für Zucker und anderen Zuteilungen immer etwas beiseitegelegt. Hefe und Milch wurde organisiert. Schmalzbutter, Rindertalg, Pferdefett und Margarine besorgte man ebenso.

Sonst gab es Lebensmittelkarten. Da weder meine Mutter noch meine Oma arbeiten konnten, war es die niedrigste Stufe mit geringer Ration. Deshalb waren wir auch auf unsere Hühnereier angewiesen. Die haben wir teilweise bei einem Fleischer oder Bäcker eingetauscht.

Es war Tradition, dass der Teig für die Stollen zu Hause vorbereitet, mit allen Zutaten geknetet und beim Bäcker gebacken wurde.

Zum Bäcker kamen dann 12 Stollen (für jeden Monat des Jahres) die in dem großen Backofen gebacken wurden. Angeschnitten und probiert wurde der Stollen bei uns zu Hause meist schon am 4. Advent.
In die gute Stube durften wir Kinder seit geraumer Zeit nicht mehr, doch hinter dieser Tür geschahen vielerlei Dinge die uns sehr neugierig machten. Was uns Kindern auffiel - plötzlich war die Puppenstube mit manch einer Puppe und der Bauernhof mit den Schafen, Kühen und Pferden nicht mehr da. Dann hieß es - der Weihnachtmann hat die Spielsachen geholt.

Am Vorabend des Heiligabends badete die ganze Familie. Dazu musste die Zinkbadewanne im Waschhaus aufgestellt werden und mit etlichen Eimern heißem Wasser aus dem Waschhauskessel sowie mit 2-3 Eimer kaltem Wasser aufgefüllt werden.

Abends erzählten die Großeltern, wie früher Weihnachten in Kriegs- und Friedenszeiten gefeiert wurde und viele Lebensgeschichten. Der Opa berichtete zudem aus dem Krieg und der russischen Gefangenschaft, aus der er nur knapp mit seinem Leben davon gekommen war.

Das war für uns Kinder sehr spannend.

 

Der Weihnachtsabend

Am Heiligabend waren wir Kinder besonders gehorsam und den ganzen Tag der Mutter behilflich. Endlich war es soweit - alle Geschwister warteten gespannt in der Küche und murmelten noch schnell einen Vers den wir für den Weihnachtsmann gelernt hatten.
Eine Erlösung war, wenn die Tür zur guten Stube geöffnet wurde und wir den Weihnachtsbaum sehen konnten. Eine Fichte erstrahlte im Kerzenlicht und der Weihnachtsschmuck, der aus dem Krieg gerettet worden war - wie Lametta, bunte Vögel, herrliche Glaskugeln - glitzerte um die Wette. Die Wachs- und Wunderkerzen brannten am Baum, und jeder von uns ging zu seinen Geschenken. Über der Tür hing ein Herrnhuter Stern.

Doch das war noch nicht alles, denn unter diesem schönen Baum standen wie neu der Bauernhof -frisch angemalt oder die Puppe mit dem neu genähten Kleid sowie Teller mit Äpfeln und Nüssen.

Die Stube, die sonst immer kalt und wenig erleuchtet war, erstrahlte im Kerzenlicht und der kleine Ofen glühte in wohliger Wärme mit der aufgesparten Kohle. Für uns Kinder war es immer ein ganz besonderes Fest trotz der mageren Nachkriegsjahre.

Die ganze Familie war versammelt - der Großvater saß in einem Ohrensessel und rauchte eine Pfeife selbst angebautem Tabak, Großmutter und Mutter standen bei uns und alle sangen „Oh Tannenbaum“. Plötzlich klopfte es an der Tür und der Weihnachtsmann stampfte mit Sack und Rute herein (das war der Onkel, der im gleichen Jahr erst aus der russischen Gefangenschaft nach Hause gekommen war). Wir wichen respektvoll zur Seite. Nach dem Aufsagen unserer Verse und der dazugehörigen Frage des Weihnachtsmannes, ob wir denn auch artig gewesen seien, konnte es noch ein Geschenk oder erst einmal einen Rutenstreich auf den Hintern geben. Es folgte eine   ungeteilte Freude unter Jung und Alt, alle wünschten sich ein frohes und gesundes Weihnachten und Frieden auf der Welt.

Nachdem wir unsere Weihnachtsgeschenke inspiziert hatten, z.B. eine Mundharmonika oder ein Buch, wurde der Tisch zum weihnachtlichen Abendessen gedeckt. Traditionell gab es Kartoffelsalat und Würstchen, dazu Scheiben von rohem Schinken, selbstgemachtes Gänsefett und saure Gurken. Dazu wurde Bier getrunken. Es duftete nach den hausgemachten Köstlichkeiten.

Nach dem Tischgebet ließ sich die ganze Familie die aufgetischten Leckereien gut schmecken. Alle waren zufrieden und blickten zuversichtlich in die Zukunft. Diese Momente des Lebens bleiben wahrscheinlich für immer im Herzen eines Menschen.
Für Mutter und Oma war das Essenkochen nicht leicht. Licht und Gas wurden rationiert. Man durfte nur eine bestimmte Menge Gas verbrauchen. Kohle war auch knapp und der Winter sehr kalt. Wenn Kohle von einem LKW herunter fiel, haben wir sie aufgesammelt und nach Hause gebracht. Wir haben sehr gefroren. Selbst die Betten waren gefroren. Solange der Ofen in der Küche noch heiß war, hat man Ziegelsteine darauf gelegt. Die benutzten wir als Wärmeflasche. Die Ziegelsteine wurden in Papier eingewickelt und mit ins Bett genommen.

 

Am ersten Weihnachtsfeiertag

Zu Weihnachten hatten wir immer eine Gans. Die hatten wir tot, aber noch mit Federn bekommen. Die gab es von einem Bauern gegen Hilfsbereitschaft. Es war jedes Jahr ein Hochgenuss, auch wenn wir am 1. und 2. Feiertag davon essen mussten. Mutter bereitete den Vogel am Heiligen Abend oder einen Tag vorher zu. Das Gänseklein (Hals, Flügel, Herz, Leber und Magen) wurde am 24. Dezember mit Reis oder Nudeln zum Mittag gegessen. Die Gans wurde mit Salz eingerieben, kurz gekocht und dann nur mit Beifußkraut gebraten. Mutter schwitzte gehörig dabei, da die Gans in den ersten Jahren in einem kohlegefeuerten Küchenherd, später erst in einem Gasherd gebraten wurde. Zum Gänsebraten gab es Rotkraut und grüne Klöße. Dafür mussten große Kartoffeln geschält, mit der Hand gerieben und trocken gequetscht werden. Das war eine Aufgabe. Herrje!

Claus Schimmel



Auch nach der Ausstellungseröffnung sammelt das Museumsteam weitere solche interessanten Berichte von den familiären Weihnachtsfesten und natürlich auch Fotos vom Weihnachtsabend.

Die Ausstellung ist bis zum 9.2.2020 im Kreismuseum Grimma von Dienstag bis Freitag und Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen. Wer eine Führung buchen möchte, kann sich auch außerhalb dieser Öffnungszeiten unter der Telefonnummer 03437/911132 anmelden. Und Gästegruppen, die ein bisschen mehr Zeit mitbringen, können sich auch gern im Verzieren von Pfefferkuchen probieren!